Samstag, 19. April 2014

Die neue Normalität

Hart erarbeitet, die Finishermedaille!
19 Wochen ist Papa’s Abschied nun her, zu früh um zur Normalität zurückzukehren, aber ein "new normal" beginnt sich abzuzeichnen, anfangs nur schemenhaft, aber mit jedem Tag fügt sich ein Mosaiksteinchen dem Bild.

Und gerade letztes Wochenende in Wien hat gezeigt, wie die neue Normalität aussehen könnte.

Es war  - nach Wien 2013  - wieder der Halbmarathon angesagt. In meiner gewohnten Laufrunde, ein tolles, aufregendes und äußerst erfreuliches Wochenende in Wien. 

Und auch wie voriges Jahr gab es eine Finishermedaille für alle von uns.

Und das trotz zu wenig Training, trotz knapper Kraft, „dank“ 8kg Gewichtsverlust seit Dezember, trotz all dem Stress, Trauer und der vieler Arbeit der letzten Wochen. 

Ich freu mich! 

Und da war auch das erste Treffen von uns 3 Geschwistern in Wien. 

Plötzlich habe ich  2 „große“ Brüder. Seit der Verlassenschaft habe ich endlich Kontakt zu meinem Halbbruder, plötzlich ist da noch einer, jemand der mir physisch und psychisch sehr ähnelt und trotzdem oft noch ein Fremder ist.

Und wir nutzen diese einmalige, unglaubliche Chance. Lernen uns kennen, arbeiten Familiengeschichte auf und schaffen die Basis für eine neue Familiengeschichte.


Was für ein Gewinn, nach diesem großen Verlust!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Krise = Problem und Chance

Image courtesy of tiverylucky / FreeDigitalPhotos.net
Derzeit lese ich wieder sehr viel, auch gerne meine Ratgeber, die zig Entrümpelungszyklen überlebt haben. 

Eines dieser Bücher ist  „Dem Leben Richtung geben“ hat schon gut 10 Jahre auf dem Buckel, ist aber trotzdem eines der besten die ich bisher gelesen habe.

Natürlich wird hier auch das Thema „Krise“ angesprochen.

Angeblich gibt es im Chinesischen kein Wort für Krise, sondern es setzt sich auch 2 Wörtern nämlich Problem und Chance zusammen.

Und habe ich am Anfang dieser Krise mehr das „Problem“ im Focus gesehen, so eröffnet sich mir nun auch langsam aber sicher, die „Chance“.

Man kann aus Krisen gestärkt hervorgehen, wenn man aktiv an einer konstruktiven persönlichen Antwort auf diese neue Lebenssituation sucht. Es gilt die Chance Neues zu entdecken, sich weiterzuentwickeln, mündig zu werden und Verantwortung für die veränderte Lebenssituation zu finden.

Auch mir haben die letzten Wochen in vielerlei Hinsicht Klarheit gebracht: Was erwarte ich mir (noch) im Leben? Wo und wie möchte ich Leben? Mit welchen Menschen möchte ich mich umgeben? Wie möchte ich meinen Alltag gestalten? Wie möchte ich im Alter leben? Usw….

Fragen, die ich mir so bewusst noch nie gestellt habe. Mit denen ich mich teilweise gar nicht auseinander setzen wollte.

In mir kristallisiert sich ein Bild für meine „neue Normalität“ heraus, wie ich mit den neuen Heraus- und Anforderungen umgehen werde. Was ich mit meinem Erbe machen möchte. Aber auch ganz stark was ich NICHT möchte.

2014 wird ein Jahr der Trauer, des Aufräumens sowohl materiell als auch immateriell, des Loslassens und des Neufindens.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Das endgültige Ende der Kindheit

Für immer leer: Unser Treffpunkt am Wintertrainingsberg 

Der Tod der Eltern ist das endgültige Ende der Kindheit.

Man rückt eine Generation nach vorne, steht plötzlich in der ersten Reihe. Die Endlichkeit des eigenen Lebens wird greifbar.

Man merkt, ich lese derzeit viel Trauerliteratur, es hilft in dieser schwierigen Phase die eigenen Gedanken und Gefühle besser zu akzeptieren. Letztendlich kommt für die meisten von uns der Tag, wo wir uns von den Eltern für immer verabschieden müssen. Das war mir immer bewusst. Aber niemals nie hätte ich gerechnet, dass es so schlimm ist. Die Gefühle so übermächtig sind. Der Verlust so groß.

Ich betreibe aktive Trauerarbeit, anstrengend, unbequem und unendlich traurig, aber unheimlich wichtig.

5 Wochen ohne ihn, die wohl intensivsten 5 Wochen meines Lebens. Trauer, Wut, Schmerz,  Selbstmitleid, unglaublich starke Gefühle und Eindrücke haben diese Tage begleitet.

Aber auch viele Menschen sind uns in diesen Tagen beigestanden, haben unterstützt, zugehört und Trost gespendet. Überraschend auch Leute, von denen ich es vorher nicht erwartet hätte, enttäuschend von einigen wenigen, von denen ich es eigentlich erwartet hätte.

Eine Neupositionierung in der Familie und im Freundeskreis wird notwendig sein, nicht nur weil einer fehlt, sondern auch weil wir alle uns durch diesen Schicksalsschlag verändern bzw. bereits verändert haben.

Aber ich bin zutiefst überzeugt, alles wird wieder gut, aber niemals so wie vorher!


Samstag, 28. Dezember 2013

Mitmenschen nehmt uns Trauernde an

Stellkopf Ende September - unsere letzte gemeinsame große Tour!
Er ist einfach nicht mehr aufgewacht.

Völlig überraschend für ihn und für uns.

Für ihn ein Traum, für uns ein Alptraum.

Einzuschlafen mit Plänen und Todo's für den nächsten Morgen, einzuschlafen nach unserer Standard-Winterbergtour am Wollanig, einzuschlafen nach einem völlig normalen Abend - und dann gibt es kein Morgen mehr.

Er hat nichts gespürt, nicht mal mehr die Augen aufgemacht.

Wie unglaublich schön für ihn, was für ein Schock für uns.

Er hat uns verlassen.

Ciao Papa!





Freitag, 23. August 2013

Es geht weiter

Memories are made of this....


anders als erwartet, anders als erhofft, aber jede Krise hat auch ihr guten Seiten.

Ich sitze daheim, die "gute Linke" im Schoss, oder recht seltsam auf der rechten Schulter abgelegt. Dann pocht und ziept es weniger.

Ihr werdet denken, das gibt's doch nicht, die Verletzung muss doch endlich verheilt sein?!

Verheilt schon, allerdings anders als erwartet. Ein Fremdkörpergranulom und eine hypertrophe Narbenbildung haben mir zu einem unvergesslichen Geburtstag letzten Montag "verholfen". Happy Birthday singende Schwestern und ein Geburtstagluftballon aus Einweghandschuh und Op Häubchen waren die Highlights.

Somit kein Urlaub, kein Viertel-Marathon bei "Kärnten läuft", keine Übungsklettersteige um die neugekaufte Kletterausrüstung auszuprobieren und für die Hochalmspitze - die ich am 24/25 August besteigen wollte - zu trainieren.

Stattdessen, Krankenstand, Narkose-Rausch ausschlafen und wenn's geht: Ruhe geben. Ok, ich gesteh, das fällt mir am schwersten!

Allerdings auch mein neues Lieblings-Entrümpelungsbuch "Magic Cleaning" durchzuarbeiten und mittels der KonMari Methode endlich wieder effektiv weiterzuentrümpeln.

Schon nach meiner ersten Op, habe ich die freie Zeit genutzt mir Magic Cleaning (natürlich als e-book) und somit die KonMari Methode zu Gemüte zu führen und nachzudenken, was das besondere an ihrer Methode ist.

Eigentlich nichts Neues, aber sie wiederholt es so oft im Buch, dass es plötzlich klick gemacht hat :)

***

Grundessenz: Umgib dich mit Dingen, die dich glücklich machen. 

***

Und für mich ebenfalls extrem hilfreich: Stell dir dein Traumleben - allerdings ohne Lotto Gewinn ;) - vor und die Dinge die darin eine Rolle spielen, der Rest muss weg....

Tja, und so habe ich in den letzten Tagen und Wochen weiter aussortiert, einiges an teureren Sachen sogar verkauft und so nebenbei ein paar tolle (und sehr simple) Lösungen für einige Problembereiche in meiner Wohnung gefunden, z.B Schreibtisch versus Drucker und der Kabelsalat ist auch verschwunden *freu*

Somit neben den längst ausständigen Kilimanjaro Berichten, jede Menge Stoff für interessante Postings.

Allerdings nicht mehr auf "Spend out" sondern auf meinem neuen Blog Möchtegern-Minimalistin.de, der wird gerade aufgesetzt und bald habe ich dann meinen Blog auf meinem eigenen Webspace mit der tollen Wordpress Software.

Somit: Es geht weiter und es gibt viel Neues!