Mittwoch, 15. Januar 2014

Das endgültige Ende der Kindheit

Für immer leer: Unser Treffpunkt am Wintertrainingsberg 

Der Tod der Eltern ist das endgültige Ende der Kindheit.

Man rückt eine Generation nach vorne, steht plötzlich in der ersten Reihe. Die Endlichkeit des eigenen Lebens wird greifbar.

Man merkt, ich lese derzeit viel Trauerliteratur, es hilft in dieser schwierigen Phase die eigenen Gedanken und Gefühle besser zu akzeptieren. Letztendlich kommt für die meisten von uns der Tag, wo wir uns von den Eltern für immer verabschieden müssen. Das war mir immer bewusst. Aber niemals nie hätte ich gerechnet, dass es so schlimm ist. Die Gefühle so übermächtig sind. Der Verlust so groß.

Ich betreibe aktive Trauerarbeit, anstrengend, unbequem und unendlich traurig, aber unheimlich wichtig.

5 Wochen ohne ihn, die wohl intensivsten 5 Wochen meines Lebens. Trauer, Wut, Schmerz,  Selbstmitleid, unglaublich starke Gefühle und Eindrücke haben diese Tage begleitet.

Aber auch viele Menschen sind uns in diesen Tagen beigestanden, haben unterstützt, zugehört und Trost gespendet. Überraschend auch Leute, von denen ich es vorher nicht erwartet hätte, enttäuschend von einigen wenigen, von denen ich es eigentlich erwartet hätte.

Eine Neupositionierung in der Familie und im Freundeskreis wird notwendig sein, nicht nur weil einer fehlt, sondern auch weil wir alle uns durch diesen Schicksalsschlag verändern bzw. bereits verändert haben.

Aber ich bin zutiefst überzeugt, alles wird wieder gut, aber niemals so wie vorher!


Samstag, 28. Dezember 2013

Mitmenschen nehmt uns Trauernde an

Stellkopf Ende September - unsere letzte gemeinsame große Tour!
Er ist einfach nicht mehr aufgewacht.

Völlig überraschend für ihn und für uns.

Für ihn ein Traum, für uns ein Alptraum.

Einzuschlafen mit Plänen und Todo's für den nächsten Morgen, einzuschlafen nach unserer Standard-Winterbergtour am Wollanig, einzuschlafen nach einem völlig normalen Abend - und dann gibt es kein Morgen mehr.

Er hat nichts gespürt, nicht mal mehr die Augen aufgemacht.

Wie unglaublich schön für ihn, was für ein Schock für uns.

Er hat uns verlassen.

Ciao Papa!





Freitag, 23. August 2013

Es geht weiter

Memories are made of this....


anders als erwartet, anders als erhofft, aber jede Krise hat auch ihr guten Seiten.

Ich sitze daheim, die "gute Linke" im Schoss, oder recht seltsam auf der rechten Schulter abgelegt. Dann pocht und ziept es weniger.

Ihr werdet denken, das gibt's doch nicht, die Verletzung muss doch endlich verheilt sein?!

Verheilt schon, allerdings anders als erwartet. Ein Fremdkörpergranulom und eine hypertrophe Narbenbildung haben mir zu einem unvergesslichen Geburtstag letzten Montag "verholfen". Happy Birthday singende Schwestern und ein Geburtstagluftballon aus Einweghandschuh und Op Häubchen waren die Highlights.

Somit kein Urlaub, kein Viertel-Marathon bei "Kärnten läuft", keine Übungsklettersteige um die neugekaufte Kletterausrüstung auszuprobieren und für die Hochalmspitze - die ich am 24/25 August besteigen wollte - zu trainieren.

Stattdessen, Krankenstand, Narkose-Rausch ausschlafen und wenn's geht: Ruhe geben. Ok, ich gesteh, das fällt mir am schwersten!

Allerdings auch mein neues Lieblings-Entrümpelungsbuch "Magic Cleaning" durchzuarbeiten und mittels der KonMari Methode endlich wieder effektiv weiterzuentrümpeln.

Schon nach meiner ersten Op, habe ich die freie Zeit genutzt mir Magic Cleaning (natürlich als e-book) und somit die KonMari Methode zu Gemüte zu führen und nachzudenken, was das besondere an ihrer Methode ist.

Eigentlich nichts Neues, aber sie wiederholt es so oft im Buch, dass es plötzlich klick gemacht hat :)

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Grundessenz: Umgib dich mit Dingen, die dich glücklich machen. 

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Und für mich ebenfalls extrem hilfreich: Stell dir dein Traumleben - allerdings ohne Lotto Gewinn ;) - vor und die Dinge die darin eine Rolle spielen, der Rest muss weg....

Tja, und so habe ich in den letzten Tagen und Wochen weiter aussortiert, einiges an teureren Sachen sogar verkauft und so nebenbei ein paar tolle (und sehr simple) Lösungen für einige Problembereiche in meiner Wohnung gefunden, z.B Schreibtisch versus Drucker und der Kabelsalat ist auch verschwunden *freu*

Somit neben den längst ausständigen Kilimanjaro Berichten, jede Menge Stoff für interessante Postings.

Allerdings nicht mehr auf "Spend out" sondern auf meinem neuen Blog Möchtegern-Minimalistin.de, der wird gerade aufgesetzt und bald habe ich dann meinen Blog auf meinem eigenen Webspace mit der tollen Wordpress Software.

Somit: Es geht weiter und es gibt viel Neues!



Montag, 29. Juli 2013

Zwangsentschleunigt - die Erste!.

Meine "gute" linke Hand :(
3 Wochen ist er nun her, der Gipfelsturm auf den Kilimanjaro und jetzt kann ich euch mal berichten was passiert ist.

Die letzten 10 Tage vor meiner Abreise war ich schon übervorsichtig geworden, die letzte Tour auf den Rosennock bin ich schon im "Weichspüler-Modus" abgestiegen. Ja keine Verletzung riskieren, nur nicht verletzten.




Als letztes Event war nur mehr die Teilnahme am Company Triathlon mit 4,2km laufen geplant, dann ein Tag Urlaub und dann ab nach Wien.

Aber ersten kommt es anders zweitens als man denkt :(

Den Lauf gut absolviert, sich über ein neues Personal Best über die Distanz gefreut und noch viel mehr im Festzelt gejubelt, dass ich verletzungsfrei die Vorbereitung für den Kili abgeschlossen habe und dann....Abschied aus dem Festzelt, schnell zum Auto und ja, dann liegt da plötzlich im Dunklen ein Absperrnetz vom Triathlon am Boden, es geht alles ganz schnell: Ein entsetzter Blick nach unten, Hände nach vorn und .... Sturz.

Beide Knie geprellt und aufgeschürft, Hose kaputt, rechte Hand aufgeschürft und geprellt, aber am schlimmsten erwischt meine Linke, die gute Hand. Prellung und im Handwurzelbereich eine große Schürfwunde, den leider habe ich eine Flasche in der Hand gehalten und so mit dem Handgelenk den Sturz abgefangen.

Nette Kollegen helfen mir auf, bringen mich zum Auto, zuhause schnell Zugsalbe und Pflaster auf die Wunden und Traumasalbe für die Prellungen. Es ist Donnerstag Abend, Samstag früh soll ich nach Wien fahren um am Sonntag nach Tansania zu fliegen. Start der Trekking Tour ist Dienstag, bis dahin, sollten die Verletzungen nicht mehr stören.

Und ich schaffe es wirklich bis Dienstag fast 100% ok zu sein, zwar große blaue Flecken an den Knien, aber fast keine Schmerzen, nur die Wunde an der linken Hand ist noch entzündet, dafür nehme ich jede Menge Pflaster mit und Antibiotika Salbe.

So beginne ich meinen Aufstieg auf den Kilimanjaro eigentlich ohne Probleme, auch das Durchklettern der Barranco Wall am Donnerstag geht mit 1,5 Händen, obwohl zu diesem das Greifen bereits recht schwer fällt, auch die Trekking Stöcke kann ich nicht mehr richtig einsetzen und in der Nacht pocht die Wunde. Trotzdem schaffe ich es bis auf den Gipfel des Kilimanjaro.

Beim Abstieg schmerzen nicht nur die Knie, sondern auch die Hand, aber ich bin noch immer der Meinung, dass es nichts "Tragisches" ist. Zuhause wieder mit Zugsalbe behandeln und gut is....

Deswegen warte ich im heimatlichen Klagenfurt noch einen Tag bis ich ins Krankenhaus gehe, doch als die Hand immer dicker wird und ich einen Fremdkörper in der Wunde vermute, lasse ich mich von einem Freund ins Krankenhaus bringen, wo alles recht schnell geht.

Röntgen, nicht gebrochen, aber entzündete Wunde, die granuliert und somit, ab in den OP. Ziemlich cool liege ich dann am OP-Tisch und darf zum zigten mal an diesem Tag erzählen, dass ich gerade am Kilimanjaro war. Erst als nach der OP der Arzt eine Schiene verordnet, wird mir klar, dass jetzt "Schluss mit lustig" ist. Ich kann zwar einiges mit der rechten Hand, aber der Alltag ohne die "Linke" wird hart und das dazu noch im Hochsommer.....

Dazu noch eine nette Antibiotika Therapie, die mir den Magen "zamhaut" und jeden zweiten Tag ins Krankenhaus zur Wundkontrolle.

***

Somit vom Gipfel des Kilimanjaro, direkt in den Krankenstand.


Sonntag, 21. Juli 2013

Jambo Kilimanjaro oder meinereiner am höchsten Punkt Afrikas

Das heiß ersehnte Gipfelfoto!
Am Sonntag den 7.7.2013 knapp vor 6 Uhr war es soweit. Meinereiner stand am Uhuru Peak auf 5895m Höhe, dem höchsten Punkt Afrikas, dem höchsten Gipfel des Kilimanjaro.

Meine Gefühle und Gedanken lassen sich kaum beschreiben. Die letzte Etappe war unheimlich hart. Lange (um die 6 Stunden nur der Aufstieg), sehr kalt (ca. die -13 Grad), mitten in der Nacht und ich verletzt.



Aber ich habe es geschafft! In einer tollen Zeit (wahrscheinlich zu schnell).

Wenn es meiner "guten" linken Hand wieder besser geht, d.h. die Schiene weg ist, dann werde ich mein bisher größtes Abenteuer auch hier ausführlich beschreiben.